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Wundversorgung senkt nachweisbar das Infektionsrisiko

Eine gerechte Wundversorgung reduziert die potenzielle Infektionsgefahr, die in der Praxis von Schürf-, Schnitt-, Biss-, Brand-, Platz- und Stichwunden ausgeht. Das sorgfältige Desinfizieren mit einem für offene Wunden geeignetem Desinfektionsmittel und die Verwendung angemessener Wundauflagen beispielsweise in Form von sterilen Mullkompressen, dienen als essenzielle Grundbausteine für eine adäquate Wundversorgung.

Im Falle von Schürfwunden, die mit großflächigen Verletzungen der obersten Hautschichten und der zugehörigen Blutgefäße einhergehen, sind zusätzlich vor der Desinfektion und der Fixierung der Wundauflage oberflächliche Verschmutzungen und etwaige Fremdkörper mithilfe einer Pinzette zu entfernen. Nässende Wunden sind im Idealfall mit sterilen Salbenkompressen zu versorgen.

Verbandsmull dient als Basis zur angemessenen Wundreinigung

Keimfreie, sterile Mullbinden nehmen eine Sonderstellung im Segment der angemessenen Wundversorgung ein. Sie eignen sich ideal zur alltäglichen Versorgung von Verletzungen und lassen sich unkompliziert einsetzen. Mullkompressen bestehen aus reiner Baumwolle, sind saugfähig, besonders weich, hautfreundlich und luftdurchlässig. Versehen mit innenliegenden Schnittkanten besitzen sie keine RandfädenWundabdeckung und Wundreinigung sind die primären Anwendungsbereiche der Kompressen. Zusätzlich saugen sie zielgerichtet Blut, Wund- und Körperflüssigkeiten auf und ermöglichen ein keimfreies, steriles Bedecken der jeweiligen Blessur. Jede Wunde birgt die Gefahr für eine eventuelle Infektion mit dem Tetanuserreger. Regelmäßige Schutzimpfungen gegen Tetanus senken demnach das Risiko für einen etwaigen Wundstarrkrampf bzw. eine Tetanusinfektion.
Erwachsene sollten deshalb unbedingt in einem Intervall von jeweils 10 Jahren diesbezügliche Booster-Impfungen wahrnehmen, um die Immunität anhaltend aufrecht zu erhalten.
Im Nachgang an eine Verletzung sollten Personen mit einem unklarem bzw. unzureichendem Tetanusschutz unmittelbar einen Mediziner aufsuchen und eine postexpositionelle Impfung durchführen lassen. Da der Tetanuserreger; das Clostridium tetani – Bakterium, besonders widerstandsfähig gegen Desinfektionsmittel reagiert, ist eine akkurate Wundversorgung mitsamt präziser Wunddesinfektion nicht ausreichend, um eine Tetanusinfektion zu verhindern. Wer keinen ausreichenden Tetanusschutz besitzt und sich verletzt, riskiert bereits im Falle von kaum sichtbaren Blessuren und Bagatelle-Verletzungen eine etwaige Infektion mit dem gefährlichen Tetanusbakterium. Ebenso dienen Hautgeschwüre und Verbrennungen als potenzielle Eintrittspforten für den Erreger. Die Inkubationszeit bewegt sich in der Regel zwischen 3 Tagen und 3 Wochen. Registriert eine Person im Anschluss an eine Verletzung Muskelkrämpfe, gilt dies als möglicher Hinweis auf eine Tetanusinfektion.

Verletzungen und Blessuren sind aufmerksam zu beobachten

Da Verletzungen grundsätzlich als potenzielle Eintrittspforten für Krankheitserreger fungieren, sind Wunden zudem fortwährend aufmerksam zu beobachten. Treten im Bereich der Blessuren Rötungen oder Schwellungen in Erscheinung, erwärmt sich die Haut rund um das Wundareal vergleichsweise stark und manifestieren sich etwaige Bewegungseinschränkungen von Gelenken, die in unmittelbarer Nähe zur Verletzung lokalisiert sind, sind dies Indikatoren für eine Entzündung. Wer sich eine Verletzung zuzieht und derartige Anzeichen registriert, sollte zwingend einen Mediziner aufsuchen und sich medizinisch behandeln lassen. Gleiches gilt, sofern sich Rötungen erkennen lassen, die sich ausgehend von dem Wundareal ausbreiten. Derartige Rötungen gelten als Anzeichen einer Entzündungsreaktion der Lymphgefäße. Schreitet diese Entzündung fort, forciert dies im Extremfall eine Blutvergiftung.
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