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Was tun gegen erste Anzeichen eines Burn-Outs?

Leistung und Dauerbereitschaft sind präsente Themen und Elemente in unserer Gesellschaft. Der Druck auf jeden Menschen ständig leistungsbereit zu sein, erhöht sich stetig. Das führt dazu, dass sich immer mehr Menschen regelrecht ausgebrannt fühlen. Doch was lediglich nach einer Phase klingt, kann zu folgenreichen und schweren Erkrankungen führen, aus der es Betroffene oftmals nicht mehr alleine herausschaffen.

Was ist ein Burnout?

Ein Burnout hat viele Gesichter. Es ist eine Risikosituation, die meist aufgrund zu hoher Arbeitsbelastung und Stress auftritt. In der Regel leiden Betroffene an starker Erschöpfung, sind völlig entkräftet und antriebslos. Sie fühlen sich ausgelaugt, sind müde und niedergeschlagen. Oftmals geht mit den Symptomen auch das Gefühl einer starken Überforderung einher. Fehlende Konzentrationsfähigkeit kann ebenfalls ein Anzeichen für ein Burnout sein.

Raus aus dem Hamsterrad

Ursachen

Ein Burnout kann verschiedene Ursachen haben. Gründe können dauerhafte Überforderung, ständiger Stress und Leistungsdruck sein. Um sich überfordert zu fühlen, braucht es aber nicht unbedingt eine berufliche Position mit hoher Verantwortung. Auch ein eingeschränkter Handlungsspielraum oder ein unbefriedigendes oder negatives Arbeitsklima können ein Burnout begünstigen.
Es existiert nicht nur ein entscheidendes Kriterium, das letztendlich zum Burnout führt, sondern es ist das Zusammenspiel verschiedenster Ursachen. Ein Burnout entsteht nicht plötzlich von heute auf morgen, sondern baut sich wie ein Spannungsbogen langsam auf.

Behandlungsmöglichkeiten

Den Unterschied zwischen den ersten Symptomen eines Burnouts oder eines sich noch im Rahmen befindlichen Stressgefühls zu erkennen, stellt auch Experten vor keine leichte Aufgabe. Gerade weil die Diagnose so schwierig und die Folgen so schwerwiegend sind, sollten bereits erste Anzeichen ernst genommen und gehandelt werden. Diese Anzeichen können etwa eine zunehmende Erschöpfung, eine verringerte Leistungsfähigkeit oder gar eine innerliche Entfremdung von der beruflichen Tätigkeit sein.
Tritt eines dieser Anzeichen auf, sollte als erste Maßnahme das Problem lokalisiert werden. Welche Faktoren führen zu dem enormen Stressgefühl? Ist es die private oder die berufliche Situation? Ist es Zeitdruck oder sind es konkrete Konflikte mit Arbeitskollegen?
Oftmals hilft es schon sich raus aus dem Hamsterrad zu bewegen und öfter mal neue Sachen auszuprobieren. Das müssen keine anstrengenden oder komplexen Tätigkeiten sein. Manchmal ist es bereits ausreichend, wenn man regelmäßige Zeitrahmen einführt, um einfach zu entspannen. Ein paar Tage Urlaub auswärts, tägliche Spaziergänge oder gemeinsame Zeit mit der Familie können helfen, den inneren Akku wieder aufzuladen und Kraft zu tanken das konkrete private oder berufliche Problem in Angriff zu nehmen. Schafft man es nicht allein aus dieser Situation, ist der Gang zum Hausarzt der richtige Schritt. Dieser kann die Situation professionell einschätzen und Tipps sowie Anlauf- und Beratungsstellen nennen, die bei einem herannahenden Burnout unterstützend tätig sein können.

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